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Raus hier! Eine kleine Auszeit

Ein sonniger Arbeitsplatz in luftiger Höhe

Es ist doch der helle Wahnsinn, der jeden und jeden Tag über uns hereinbricht. Ich meine damit noch nicht einmal “echte” Katastrophen, sondern den ganz normalen Alltag. Der ist eben nicht ständig nur ein langweiliger Trott, grau und immer gleich, sondern gerade in diesen Zeiten (nein, ich werde das C-Wort NICHT verwenden!) eine Herausforderung. Und inmitten dieser alltäglichen, wahnwitzigen Herausforderung Ruhe, Muße und Inspiration zu finden, um Neues zu schaffen, ist zumindest für mich nahezu unmöglich.

Wie geht es dir damit? Schaffst du es, dich so sehr herauszuziehen aus allem, dich so sehr zu erden und bei dir zu sein, dass du kreative, innere Prozesse in Gang setzen kannst? Schreib mir gern in den Kommentaren, ob es dir gelingt – und wenn ja, wie du dieses Kunststück zustande bringst. Vielleicht kann ich mir – und können sich auch andere – an dir ein Beispiel nehmen und wir bereichern uns gegenseitig! Das wär toll!

Kurz mal raus aus den eigenen vier Wänden

Jawohl, genau das habe ich getan. Ich bin dann mal weg. Zumindest für ein paar Tage ziehe ich mich zurück in eine kleine, feine Schreib-Enklave: in ein schnuckeliges Baumhaus, mitten im niedersächsischen Nirgendwo*. Mein Partner arbeitet hier in den nächsten Tagen, und das haben wir zum Anlass genommen, einfach eine kurze Auszeit zu nehmen. Mal raus aus dem Haus, Tapetenwechsel. Übrigens ein tolles Wort, finde ich, allerdings in den seltensten Fällen treffend, denn die meisten Leute – mich eingeschlossen – haben ja nun gar keine Tapete mehr an den Wänden. So ein Ortswechsel jedenfalls tut unfassbar gut.

In sieben Metern Höhe ist das Baumhaus um eine stattliche Buche herumgebaut worden.

Von Geistesblitzen und Schreibflüssen

Andere Umgebung – andere Rahmenbedingungen – wer jetzt noch fehlt, ist die verflixte Muse, die einfach nicht vorbeikommen und mich küssen will! Wenn du, ähnlich wie ich und unzählige andere “Schreibtischtäter”, acht oder zehn oder auch noch mehr Stunden täglich am Laptop sitzt, dann kennst du dieses Gefühl vielleicht auch … Rechner arbeitsbereit, leeres Dokument geöffnet, Kaffee neben der Tastatur – aber die Ideen bleiben aus. Nützt ja aber alles nichts, die Arbeit muss fertig werden, mit Pech hast du sogar noch sowas Unangenehmes wie einen Abgabetermin im Nacken sitzen. Was also tun, um den Geistesblitz einzufangen und in einen anständigen Schreibfluss zu verwandeln?

Mein Geheimtipp

Nimm die Beine in die Hand. Bei mir ist es der ungestörte Spaziergang, der vieles in Bewegung bringt – in vielerlei Hinsicht. Lass dein Handy auf dem Schreibtisch liegen, nimm für alle Fälle nur einen kleinen Notizblock und einen Bleistift mit, verlass das Haus, zieh die Tür hinter dir zu – und dann lass den Dingen ihren Lauf. Ich verspreche: Da kommt was. Wo ich sonst noch Stift und Papier liegen habe und warum – und vor allem: was da letzten Endes bei herumkommt, das erfährst du nächste Woche.


*unbezahlt und nicht als Werbung gedacht. Nur dann weißt du, wo die Fotos entstanden sind 🙂